Select Section WEEKLY Parasha Parshat Noach Language : russian, german, SHIURIM & COMMENTARIES

Select Section WEEKLY Parshat Noach language hebrew,french,english,spanish,german,russian, Machon Meir, CHABAD,The Jewish Woman,YOUTH/TEENS SHIURIM & COMMENTARIES

Rav Avraham Adler

Ноах – Рав Ицхак Зильбер

19.10.2014
Учим Тору, недельная глава Торы Ноах.
Рекомендуем посетить 1 Кошерную Социальную Сеть по адресу: http://iudaizm.com











РБеерот Ицхак

Махон-Меир (Книга Берешит)

Махон-Меир (Книга Шмот)

Недельная глава Ваикра

Махон-Меир (Книга Бемидбар)

Махон-Меир (Книга Бемидбар)

Махон-Меир (Книга Дварим)

 

Недельная глава

Каждый день есть новое видео о Иудаизме

✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡ ✡

Просим всех кому нравится

наш канал ⇒ ПОДПИСАТЬСЯ

Недельная глава с Ашером Альтшулем. Глава…

12.03.2014

Ашер Альтшуль беседует о недельной главе Торы в cвете сегоднешней риальности.

http://www.orazion.org

Глава ….

29.03.2012 Rav Moshe Chaim Levin

http://www.chabadkensington.com

בית חבד לדוברי רוסית בארהק

Недельная глава 

Rav Moshe Chaim Levin

25.12.2012г. Недельная глава Торы

11.02.2013

Занятие по недельной главе Торы проходит в нашей общине регулярно. В сезоне 2012-2013 – по вторникам, 19:40 – 21:00.

Раввин общины, Йосеф Херсонский разработал формат этого занятия:

– Мини-урок (15-20 минут) помощника раввина

– Часовое занятие раввина, в котором участникам предлагается выбрать наиболее интересующие их темы из сюжета недельной главы. В начале занятия раввин делает общий обзор главы и предлагает участникам список тем, упомянутых в главе + пояснения, каким образом эта тема актуальна сегодня. Каждый участник озвучивает 3 наиболее интересующие его темы. Рейтинг интересующих тем формирует программу занятия.

Данное занятие провел полностью помощник раввина ввиду того, что раввин был в отъезде.

Каждый день есть новое видео о Иудаизме

 

КОЛЛЕЛЬ ПРИ ИЦХАК

Официальный сайт программы “Лимуд” под руководством рава Мойше Шапиро и рава Звулуна Шварцмана

The official website of the “Limmud” under the leadership of Rabbi Moshe Shapiro and Rav Schwartzman Zebulun

Недельная глава  Rabbi Sergei Kruglyanitsa

Недельная глава Rabbi Svirsky

Недельная глава Rav Chaims Haulov

Недельная глава Торы


nerhashem channel

Parshat  Language : german

Wochenabschnitt “Bereschit” die Weltschöpfung -Teil 1

Wochenabschnitt “Bereschit” die Weltschöpfung -Teil 2

30.09.2013
Vortrag für Studenten in Frankfurt bezüglich dem ersten Wochenabschnitt der Thora und den Fragen über die Erschaffung der Welt wie zum Beispiel:
Wie erstand die Welt nach dem Judentum?
Wie sah Adam- der erste Mensch aus?
Warum gibt es in “Madame Toussaut” keine Figur von Adam und Eva?
Unser Programm finden sie auf:
http://kabbala-frankfurt.com/2.html Unser Programm finden sie auf der Website: http://kabbala-frankfurt.com/index.html
BR.de (zur Startseite)

Jüdisches Leben am Tegernsee – 17.10.2014

24j-latest-kl“Kultur am Abgrund. Jüdisches Leben am Tegernsee 1900 bis 1933”. Eine Ausstellung der Monacensia im Studienraum des Jüdischen Museums München. Ein Beitrag von Ulrich Trebbin. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Laubhüttenfest Sukóth – 10.10.2014

Schalom feiert den 2. Tag von Sukóth, dem Laubhüttenfest. Dazu die Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Gretel Baum-Merom – 03.10.2014

Gretel Baum-Merom ist im Mai 1913 in Frankfurt geboren und dort aufgewachsen. Ihre Eltern wurden nach Lodz ins Ghetto verschleppt. Gretel und ihrem Bruder aber ist rechtzeitig die Flucht gelungen. Heute – mit 101 Jahren – blickt Gretel Baum-Merom auf ihr Leben zurück. Silke Fries hat sie daheim besucht

Im Glauben den Rassismus überwinden – 26.09.2014

In der Jüdischen Gemeinde Amberg fand die jährliche “Versammlung der Religionen” statt. Martin Gruber war für uns bei diesem spannenden interreligiösen Abend dabei

Wie werde ich Rabbinerin? – 19.09.2014

Am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam studieren auch Frauen. Rocco Thiede hat mit einer zukünftigen Rabbinerin gesprochen.

Jüdisches Leben in Košice, Kassa, Kaschau – 12.09.2014

Kurz vor dem Anschluss von Košice an Ungarn, im November 1938 haben in der Stadt an die 12 000 Juden gelebt. Heute sind es nicht mal mehr 500. Unser Schalom heute mit einem Ausflug hinter die Tatra, ganz in den Osten der Slowakei. Magdalene Melchers über das jüdische Leben in Košice.
Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Abraham Geiger Kolleg – 05.09.2014

75 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ordiniert das Potsdamer Abraham Geiger Kolleg erstmals Absolventen in Polen, in Breslua / Wroclaw.

Unsere Kehiláh auf Mallorca – 29.08.2014

Nur wenige Feriengäste wissen, dass Mallorca eine wechselhafte jüdische Geschichte hat. Und noch erstaunlicher: Es gibt auf Mallorca eine kleine jüdische Gemeinde. Ein Bericht von Silke Fries. Sowie Parscha von Joel Berger.

“Schlepp”, “Schmier” und “Mentsch” – das Jiddische im Englischen von New York – 22.08.2014

Im amerikanischen Englisch hört man immer öfter jiddische Wörter, die über das mittelalterliche Juden-Deutsche ins Englische gewandert sind. Ein Beitrag von Kai Clement. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Liebe zwischen Christen und Juden – 15.08.2014

Eros und Ehe – Über die Liebe zwischen Christen und Juden in der Literatur erzählt Tobias Kühn. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Die jüdischen Gemeinde in Lemberg u.a. – 08.08.2014

Im ukrainischen Lemberg lebten vor dem Krieg über 150 000 Juden. Heute sind es nur noch 8 000. Pauline Tillmann hat die jüdischen Gemeinde in Lemberg besucht.

Antisemitismus in Berlin – 01.08.2014

Demonstrationen in München. Manifestationen in Berlin. Kundgebungen überall. Schade, dass Sympathie-Bekundungen für die leidenden Menschen in Gaza instrumentalisiert werden, um seinem Hass freien Lauf zu lassen. Igal Avidan über seine Beobachtungen in Berlin.
Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg – 25.07.2014

Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg. Morgen vor 100 Jahren das Attentat von Sarajevo. Ein Beitrag von Rocco Thiede. Sowie Parascha “Masse” von Rabbiner Joel Berger.

Judenfeindschaft in Deutschland – 18.07.2014

Monika Schwarz-Friesel, Professorin für Linguistik an der TU in Berlin, hat festgestellt, dass sich Antisemitismus bei Gebildeten durch die Sprache entlarvt. Daniela Remus hat mit ihr und anderen Wissenschaftlern über Judenfeindlichkeit im heutigen Deutschland gesprochen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.>Judenfeindschaft in Deutschland – 18.07.2014

Ausstellung über Synagogenarchitektur in Schwaben – 11.07.2014

In der frisch revovierten Synagoge in Augsburg-Kriegshaber findet eine Ausstellung über Synagogenarchitektur in Schwaben statt. Annemarie Ruf hat sie besucht. Sowie Parascha “Pinchas” von Rabbiner Joel Berger.

“Ohel-Jakob” – Medaille – 04.07.2014

“Ohel-Jakob” – Medaille für Hans-Jochen Vogel. Ein Beitrag von Isabelle Hartmann, sowie Parascha – Balak von Joel Berger

Vier “Gerechte unter den Völkern” aus Oberbayern – 27.06.2014

Shlomo Raskin öffnet für euch ein Fenster zu den chassidischen, spirituelle Gedanken der Geheim-Lehre der Thora, nach der Lehre vom Lubawitchen Rebbe.

Die Kabbala-Lern Abende sind für die alle offen die Änderung und sinfolles Leben wollen!

Für weitere Informationen besuchen sie unsere Website: http://www.kabbala-frankfurt.com

Rabbanim Shiurim

Rav Joseph Pardes

Rav Elischa Aviner

Raw Frand zu Parschat Noach 5774

Kamen die Tiere von allein oder musste Noach sie holen?

G-tt sagte zu Noach: “Und von jedem reinen Tier nimm dir (hebr. tikach lecha) je sieben…” [Bereschit 7:2]. Nur wenige Verse weiter lesen wir: “… sie kamen je zwei zu Noach (hebr. ba’u el Noach) in die Arche…” [Bereschit 7:9]. Es scheint hier eine Diskrepanz zu geben. Der eine Vers deutet an, dass Noach die Tiere zur Arche bringen sollte; der andere deutet an, dass sie von alleine kamen. Der Ramban (Nachmanides) stellt diese Frage in seinem Kommentar zum Chumasch (Pentateuch). Er stellt dieselbe Frage sogar an zwei Stellen [ibid 6:20 und 7:9] und gibt zwei verschiedene Antworten. In Kapitel 6, Vers 20, sagt der Ramban, dass die unkoscheren Tiere von alleine kamen, wohingegen die koscheren Tiere von Noach eingesammelt werden mussten – so wie sich die beiden Sätze ausdrücken.

Der Ramban erklärt, dass der Sinn des selbständigen Kommens für die unkoscheren Tiere in der Selbsterhaltung lag. Sie kamen (ein Paar von jeder Art), um ihre Spezies in die Welt, die nach der Flut folgen würde, hinüberzuretten. Doch die koscheren Tiere (von denen je sieben Paare an Bord der Arche waren), wurden mitgenommen, damit sie (wenigstens teilweise) nach dem Mabul (Sintflut) auf einem Altar geopfert werden konnten. Hier gab ihnen G-tt nicht den instinktiven Drang, sich in Richtung der Arche aufzumachen – und somit in Richtung ihrer eigenen, letztendlichen Schlachtung. Im Falle der koscheren Tiere, musste Noach sie einsammeln und dazu drängen, an Bord zu kommen.

G-tt pflanzt gewisse Instinkte zur Selbsterhaltung in die verschiedenen Tierarten. Warum entscheiden Lachse, die drei Jahre lang im Pazifischen Ozean geschwommen sind, plötzlich den ganzen Weg in Richtung eines kleinen Flusses in Alaska zurückzulegen, nur um dort zu brüten und zu sterben? Warum bauen Biber Dämme? Der Allmächtige hat den Tieren – durch die Natur – Instinkte gegeben, die für ihr Überleben notwendig sind. Sie gehen nicht zur Schule, sondern wissen diese Dinge instinktiv, weil dies die Art und Weise ist, wie der Allmächtige die Welt erschaffen hat.

Der Ramban erklärt, dass aus demselben Grund alle unkoscheren Tiere eines Tages instinktiv vor der Tür der Arche aufgetaucht sind. G-tt hatte ihnen den Instinkt verliehen, der sie dazu gebracht hat, sich an diesen Ort zu begeben. Doch sagt der Ramban, dass G-tt einem Tier nur einen Instinkt gibt, der gut für ihn ist. G-tt gibt einem Tier keinen Instinkt, dass es zur Arche marschiert, damit es später geschlachtet wird. Das wäre nicht „jaschar ” (aufrichtig).

G-tt lehrt uns hiermit etwas. Wir müssen darauf achten, Dinge zu tun, die “jaschar” sind. Auf diese Art hat G-tt Seine Schöpfung gemacht – und so möchte Er auch den Menschen handeln sehen. Dies ist eines der wiederkehrenden Themen des Buches Bereschit (Genesis). Der Talmud – im Traktat Awoda Sara (über den Götzendienst) [25a] – bezeichnet das Buch Bereschit als “Sefer Ha’Jaschar” (das Buch der Aufrechten). Dies basiert auf der Tatsache, dass in diesem Buch die wesentlichen “Helden” Awraham, Jizchak und Ja’akow sind – die “Jescharim” (aufrichtige Individuen) genannt werden.

In der Einleitung zu seinem Kommentar „Ha’amek Dawar“ zum Buch Bereschit, schreibt Raw Naftali Zwi Jehuda Berlin (der “Neziw”), dass G-tt aufrichtig ist und keine Menschen toleriert, die “fromm, aber nicht aufrichtig” sind. Dies ist eine der lobenswerten Eigenschaften unserer drei Patriarchen. Abgesehen von der Tatsache, dass sie fromm und g-ttesfürchtig waren, waren sie auch “jaschar” (geradlinig, ehrlich, edel). (Das jiddische Wort, das ihr Wesen womöglich am besten auf den Punkt bringt, ist “sei senen gewen Menschen”.)

Der Neziw legt dar, dass als Resultat ihrer Eigenschaft, “jaschar” gewesen zu sein, ihre heidnischen Mitmenschen – unter denen sie lebten und mit denen sie interagierten – sie respektiert und sogar geliebt haben. Die Heiden waren nicht davon beeindruckt, dass sie nur „Bedaz“ assen, Tefillin von Rabbejnu Tam legten, besonders viel Geld für ihre Etrogim bezahlten oder jegliche andere “fromme Taten” an den Tag legten. Sondern die Heiden zollten Anerkennung für Ehrlichkeit und Integrität, wenn es für sie sichtbar war. Sogar für Sedom und Amora setzte sich Awraham vehement ein, dass sie erhalten bleiben, obwohl er ihre Taten hasste. Die Awot (Patriarchen) liebten die gesamte Schöpfung und setzten sich für sie in den verschiedensten Formen ein. Dies ist, was die Awot praktizierten. Dies ist, was ihnen Respekt und Ehre von ihren andersgläubigen Mitmenschen einbrachte. Aus diesem Grund wurden sie “Jescharim” (aufrichtige Individuen) genannt. Auf diese Weise beeinflussten sie die ganze Welt jener Tage.

Bei jeder Gelegenheit während des ganzen Buches Bereschit, lehrt uns der Allmächtige die Wichtigkeit davon, “jaschar” zu sein. Eingeschlossen in diesem Modell der “Aufrichtigkeit”, ist G-ttes Ablehnung, den Tieren einen Instinkt zu geben, der sie dazu anstiften würde, ihrer eigenen, zukünftigen Schlachtung entgegen zu marschieren.

Bil’am war eifersüchtig gegenüber dieser Eigenschaft der Patriarchen und ihrer Nachkommen, indem er sich wünschte: “…lasse meine Seele den Tod der Jescharim sterben…” [Bamidbar 23:10]. Jedoch verhielt er sich Zeit seines Lebens absolut entgegengesetzt zum Vers in Dewarim (Deuteronomium) [6:18]: “Tue, was recht und gut ist… (hebr. We’assita ha‘jaschar weha’tow).” Nur wer „jaschar“ lebt, darf auch auf einen Tod der „Jescharim“ hoffen.

Dieser Vers ist auch die Antwort auf die allgegenwärtige Frage: “Wo steht es geschrieben, dass es mir verboten ist, [dies oder jenes] zu tun?” Dieses Gebot, das im Buch Dewarim auftaucht, wird uns zum ersten Mal im Buch Bereschit von den Patriarchen vorgemacht – und sogar vorher noch durch G-tt.

 

Rav Frand, Copyright © 2013 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum.

Raw Rabinowitsch zu Parschat Noach 5771

 

Parallelen zwischen dem Dor Hamabul und unserer Zeit (Aus der Jüdischen Zeitung, bearbeitet von S. Weinmann)

Der Beschluss, eine Mabul (Sintflut/Sündflut) über die Welt zu bringen, wird schon gegen Ende von Parschat Bereschit erwähnt: „Wajomer Haschem – Und Haschem sprach: „Emche et HaAdam ascher barati – Ich werde den Menschen, den Ich geschaffen habe, vernichten, „me’al penej ha’Adama – von der Erdoberfläche der Erde, „MeAdam ad Behema – vom Menschen bis zum Vieh, „ad Remes we’ad Of HaSchamajim – bis zu den Kriechtieren und den Vögeln des Himmels“ (Bereschit 6,7).

Betreffend der Geschichte des Mabuls, und den Versen und Ma’amarej Chasal (Erklärungen unserer Weisen) in diesem Zusammenhang stellen sich verschiedene Fragen:

  1. Die Menschheit war verdorben und wurde immer schlimmer, wie es in den Pesukim erwähnt ist. Weshalb konnte aber Haschem keine Teschuwa (Rückkehr) von den Menschen erwarten? Teschuwa hilft doch immer.
  2. Es steht im Passuk: „Watischachejt Ha’Arez lifnej Ha’Elokim – und die Erde war verdorben vor G“tt“ (Bereschit 6,11). Warum war die Verdorbenheit nur vor G“tt, sie sündigten doch in aller Öffentlichkeit?
  3. Zum Vers, in dem G”tt zu Noach sagte: „Ki otcha ra‘iti Zadik lefonaj BaDor hase – Denn dich habe Ich als Frommer vor Mir gesehen in diesem Zeitalter“ (Bereschit 7,1), sagen Chasal (unsere Weisen) im Midrasch: „Haschem Zadik jiwchan – Der Ewige prüft den Frommen“. Welche Prüfung für Noach ist hier in diesem Passuk enthalten?

Zurückkommend zur ersten Frage zur Teschuwa finden wir ein ähnliches Problem bei der Sünde des Goldenen Kalbes. Mosche Rabejnu kam vom Berg Sinai hinunter zum Lager des jüdischen Volkes. Als er das Kalb und die Tänze sah, wurde er zornig, warf die Tafeln aus der Hand und zerbrach sie unten am Berg (Schemot 30,19).

Wieso musste Mosche die Luchot – auf denen die Asseret Hadibrot, die zehn Gebote eingraviert waren – zerbrechen, er konnte doch erwarten, dass die Jehudim Teschuwa machen würden, wenn sie Mosche Rabejnu sehen, und dann wieder würdig sein würden, die Luchot zu empfangen?

Die Antwort wird in einem Passuk in Jirmijahu angedeutet. Der Nawi (Prophet) beklagt sich über das jüdische Volk mit den Worten: „Ki Ra’atechi os Ta’alosi – wenn du Schlechtes tust, dann freust du dich noch!“(Jirmijahu 11,15). Solange man ein schlechtes Gewissen hat und sich nicht wohl fühlt mit der Sünde, ist der Weg zur Teschuwa, zur Rückkehr, sehr nahe. Sobald man aber zufrieden ist mit der Sünde und sich sogar freuen kann damit, dann ist man von Teschuwa weit entfernt.

Als Mosche Rabejnu das goldene Kalb und die Tänze sah, realisierte er, dass die Benej Jisrael nicht mehr würdig sein werden, die g“ttlichen Luchot zu empfangen. Wenn man „mit der Sünde“ tanzen kann und einen das Gewissen gar nicht mehr plagt, wird es sehr schwierig, richtig Teschuwa zu machen. Was soll man aus der Awera (Sünde) lernen, wenn man sich mit ihr wohl fühlt und gar nicht mehr einsieht, was falsch ist (Seforno Schemot 32,19)?

Damit ist auch die Antwort für das Dor Hamabul (Geschlecht der Sintflut) gegeben. Dort finden wir nämlich am Ende von Parschat Bereschit den Passuk: „Wajar Haschem ki raba Ra’at ha’Adam ba’Arez – und der Ewige sah, dass die Bosheit des Menschen gross war auf Erden, „wechol Jezer Machschewot Libo – und alles Trachten und Gedanken seines Herzens, „rak Ra kol Hajom – waren nur zum Schlechten den ganzen Tag“ (Bereschit 6,5, siehe Targum und Seforno zur Stelle).

Die Reihenfolge in diesem Passuk scheint nicht richtig zu sein. Normalerweise kommen zuerst die Gedanken und danach die Taten. Aus welchem Grund wird hier zuerst von den Taten berichtet?

Die Tora will betonen, dass auch hier zuerst die Handlungen der Menschen immer mehr verdorben wurden. Zusätzlich sagt uns der Passuk, dass auch alle Pläne und Gedanken für ihre Zukunft schlecht und verdorben waren.

Sie hatten überhaupt kein schlechtes Gewissen und sahen keinen Grund, in der Zukunft ihren Lebensstil irgendwie zu ändern. Nun verstehen wir sehr gut, weshalb Haschem vom „Dor Hamabul“ keine Teschuwa mehr erwarten konnte. Da sie in ihrem Lebensweg nichts Schlechtes und Falsches sahen und sehr glücklich und zufrieden damit waren, war jede Hoffnung auf Teschuwa geschwunden.

Damit lässt sich auch der erwähnte Ausdruck „Watischachejt Ha’Arez lifnei Ha‘Elokim“ sehr gut erklären. Die Verdorbenheit wurde eigentlich (ausser von Noach) nur von G“tt erkannt. Die restliche Menschheit bekam gar nichts davon mit. Sie fanden, alles sei in bester Ordnung (Siehe Osnajim laTora zur Stelle).

Auch der erwähnte Midrasch von: „Haschem Zadik jiwchan – Der Ewige prüft den Frommen“ im Zusammenhang mit Noach ist so sehr gut zu verstehen. Noach wurde von seiner Generation als Narr belächelt.

Unter den Lahmen wird der eine Gesunde als Krüppel belächelt! Dies ist der denkbar grösste Nissajon – die denkbar grösste Prüfung, die ein Mensch durchmachen kann. Deshalb steht auch im Passuk: „Denn dich habe Ich als Zadik vor Mir gesehen in diesem Zeitalter“. Noach war nur in den Augen von G“tt ein Zadik, die Menschen hingegen betrachteten ihn als einfältig und sogar verrückt. Sie sahen in ihm einen Menschen, der es nicht versteht, das Leben zu geniessen.

Ähnlich verhält es sich mit der heutigen Welt, Alle Arten von Snut (Unzucht, Sittenlosigkeit), die wir heute finden, haben schon vor hunderten Jahren existiert. Es besteht aber ein wichtiger Unterschied.

Bis vor wenigen Jahren war es noch strafbar und man hat sich deswegen geschämt. Heute ist alles legalisiert und salonfähig geworden. „Je mehr Genuss desto besser“ lautet die Parole in der Welt und es spielt keine Rolle, auf welche Art. Das Wort „Zeniut – Keuschheit“ ist aus dem Wörterbuch gestrichen worden.

In dieser Beziehung ist die heutige Welt vergleichbar mit dem Dor Hamabul. Als Jehudim müssen wir darauf achten, uns davon nicht beeinflussen zu lassen und die Richtlinien der Tora für unsere Lebensführung zu behalten.

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor, Project Genesis und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum und auflearn@torah.org, sowie www.torah.org.

 

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.