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Weekly Parasha F-U-L-L  Version  5776

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Rabbi Yona Levin

Недельная глава Шмини (19/03/14)

Недельная глава Шмини часть 2 (19/03/14)

Недельная глава Шмини

Социальная сеть “Общение, Бней-Ноах и Евреев” на http://www.iudaizm.com благодарит фонд СТМЭГИ: http://stmegi.com за предоставленную нашему youtube каналу, ИНФОРМАЦИЮ.

Недельные главы Цав и Шмини (25/03/12)

Недельная глава Шмини

Недельная глава Шмини. Сужение во времени. 27/2

Недельная глава Шмини – (23/03/11)

Недельная глава Rav Moshe Chaim Levin

Рав Даниэль Булочник. Недельная глава Торы “Шмини”

Недельная глава Шмини

Недельная глава: Шмини. Тайна числа 8 и нашего календаря

Недельная глава: Шмини. Трепет перед Всевышним – все (что) в наших руках!

Недельная глава – Шмини: Рав Хаим Шаул 1

Недельная глава – Шмини: Рав Хаим Шаул 2

Недельная глава – Шмини, книга Ваикра

Й. Херсонский. «Шмини» недельная глава Торы

Недельная глава Шмини 06

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Недельная глава

Rabbi Svirsky Парша Ваэра. Я Выбираю Свободу



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Недельная глава Ваикра

Махон-Меир (Книга Бемидбар)

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Недельная глава

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Недельная глава с Ашером Альтшулем. Глава…

12.03.2014

Ашер Альтшуль беседует о недельной главе Торы в cвете сегоднешней риальности.

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Глава ….

29.03.2012 Rav Moshe Chaim Levin

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Недельная глава 

Rav Moshe Chaim Levin

25.12.2012г. Недельная глава Торы

11.02.2013

Занятие по недельной главе Торы проходит в нашей общине регулярно. В сезоне 2012-2013 – по вторникам, 19:40 – 21:00.

Раввин общины, Йосеф Херсонский разработал формат этого занятия:

– Мини-урок (15-20 минут) помощника раввина

– Часовое занятие раввина, в котором участникам предлагается выбрать наиболее интересующие их темы из сюжета недельной главы. В начале занятия раввин делает общий обзор главы и предлагает участникам список тем, упомянутых в главе + пояснения, каким образом эта тема актуальна сегодня. Каждый участник озвучивает 3 наиболее интересующие его темы. Рейтинг интересующих тем формирует программу занятия.

Данное занятие провел полностью помощник раввина ввиду того, что раввин был в отъезде.

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Daniel Naftoli Surovtsev

КОЛЛЕЛЬ ПРИ ИЦХАК

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Недельная глава  Rabbi Sergei Kruglyanitsa

Недельная глава Rabbi Svirsky

Недельная глава Rav Chaims Haulov

Недельная глава Торы


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Parshat  Language : german

“Jukebox. Jewbox! Ein jüdisches Jahrhundert auf Schellack und Vinyl” – 10.04.2015

“Jukebox. Jewkbox! Ein jüdisches Jahrhundert auf Schellack und Vinyl” – Ulrich Trebbin hat sich die neue Ausstellung im Jüdischen Museum München am Jakobsplatz für uns angesehen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

“Pésach 5775” in Regensburg – 03.04.2015

Jüdische Gemeinde “Beth Schalom” – 27.03.2015

Judentum in Baiersdorf – 20.03.2015

Zwischen allen Fronten – jüdisches Leben in Belfast – 13.03.2015

Während sich die jüdischen Gemeinden in Europa hinter Sicherheitsschleusen verschanzen, bleiben die Juden von Belfast überraschend entspannt. Robert B.Fishman gibt Einblick in das jüdische Leben in Belfast. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Wie lebt man nach der Erfahrung im KZ weiter? – 27.02.2015

Wie lebt man nach der Erfahrung im KZ weiter? Elsa Weiss hat Ghetto und vier KZ überlebt. Ein Beitrag von Kristina Dumas, sowie die Parascha Tezawe von Joel Berger.

“Jewrovision” in Köln – 20.02.2015

Die “Jewrovison 2015” unter dem Motto “Make A Difference” beginnt am Wochenende in Köln. Durch das jüdische Musik- und Tanz-Spektakel führt der Berliner Rapper Ben Salomo. Gerald Beyrodt hat sich mit ihm getroffen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Endstation: der Wald von Bi?ernieki – 13.02.2015

Endstation: der Wald von Bi?ernieki. Die Ermodung deutscher Juden in Riga. Ein Beitrag von Julia Smilga. Sowie Parascha “Mischpatim” von Rabbiner Joel Berger.

Mehr Transparenz und Effektivität – Aufbruch der IKG Nürnberg – 06.02.2015

Thomas Senne berichtet über die Kehliáh in Nürnberg, über eine Gemeinde mitten im Aufbruch. Sowie Parascha “Jitro” von Rabbiner Joel Berger.

BR.de (zur Startseite)Bucharajuden – Der letzte Rabbi von Buchara – 30.01.2015

Vor etwa 2600 Jahren zogen aus der Gefangenschaft freigelassener Juden nach Usbekistan, in das damaligen Handelszentrum Buchara. Heute gibt es in Buchara nur noch eine verschwindend kleine jüdische Gemeinschaft. Julia Smilga war auf Spurensuche in Usbekistan. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Leon Weintraub – Überlebender des Rassenwahns – 23.01.2015

Leon Weintraub hat nicht nur Auschwitz überlebt, sondern auch Getto Litzmannstadt, die Konzentrationslager in Groß-Rosen, Flossenbürg und Natzweiler und den Todesmarsch. Thomas Muggenthaler hat mit dem “Überlebenden des Rassenwahns” gesprochen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

La Table Ouverte – 16.01.2015

La Table Ouverte – ein Restaurant du coeur für mittellose Juden in Nizza. Ein Beitrag von Robert B. Fishman. Sowie Parascha “Va erá” von Rabbiner Joel Berger.

Von Kirche zu Synagoge – die Schlosskirche in Cottbus – 09.01.2015

Am 27. Januar wird die ehemalige evangelische Schlosskirche in Cottbus als erste neue Synagoge im Land Brandenburg eingeweiht. Ein Beitrag von Rocco Thiede. Sowie Parascha “Schemot” von Rabbiner Joel Berger.

“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – 02.01.2015

“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – ein Beitrag von Kristina Dumas, sowie die Parascha “Wajechi” von Joel Berger.

Rabbanim Shiurim

Rav Joseph Pardes Hafazat Hatora

Raw Frand zu Parschat Schmini 5772

Das grösste Glaubensbekenntnis: “Und Aharon schwieg”

Parschat Schemini enthält eines der grössten Glaubensbekenntnisse der gesamten Tora.

Das jüdische Volk brachte nach der Spaltung des Jam Suf (Roten Meeres) seinen Glauben “an G’tt und Seinen Diener Mosche” in einem grossen Glaubensbekenntnis zum Ausdruck [Schemot 14:31]. Die Parscha dieser Woche beinhaltet aber auch das grösste in der Tora vorkommende uneingeschränkte Glaubensbekenntnis eines Individuums. Dieser Ausdruck eines vollendeten Glaubens war die Reaktion von Aharon Hakohen (Aharon, dem Priester) auf den Tod seiner beiden Söhne.

Aharon hatte zwei aussergewöhnliche Söhne. Sie waren grosse Zaddikim (Fromme, Gerechte). Diese Söhne waren würdig, einst zu Führern der Gemeinschaft zu werden. Diese Söhne wurden Aharon weggenommen, gerade während der besonders freudigen Einweihungszeremonie des Ohel Mo’ed (Stiftszeltes).

Wie reagiert Aharon? Mit Schweigen und mit vollständiger Annahme [Wajikra 10:3 ]! Aharon war dazu nur wegen seinem unerschütterlichen Glauben an G‘tt fähig. Eine Person, die den Tod zweier seiner Söhne erleben muss, und dennoch mit Schweigen und Akzeptanz reagiert, gibt damit das aufschlussreiche und stärkste Zeugnis seines Glaubens ab, das man sich überhaupt vorstellen kann.

In Parschat Re’eh (zum Passuk “Ihr seid Kinder G‘ttes, ihr sollt euch aus Trauer keine Einschnitte machen“ [Dewarim 14:1]) schreibt der Ramban, dass die Verbote der Tora gegen Selbstverstümmelung aus Trauer dazu dienen, unseren Glauben in die Ewigkeit der Seele zu bezeugen. “Da du an die Ewigkeit der Seele glaubst, und daran, dass, was immer G‘tt beschliesst, nie schlecht sein kann, sollst du auch nicht übermässig trauern – auch nicht angesichts tragischer Todesfälle von jungen Menschen.“

Viele von uns sahen in unserer Gemeinde ein ähnliches Glaubensbekenntnis wie dasjenige von Aharon Hakohen. Herr Israel Weinstein und seine Frau erlitten an einem Erew Pessach (Vortag von Pessach) durch den Verlust von zwei Kindern bei einem Verkehrsunfall eine Tragödie enormen Ausmasses. Ich selbst war an diesem Pessach, an dem sich diese Geschichte zutrug, nicht in der Jeschiwa in Baltimore. Diejenigen, die dabei waren, und die sahen, wie Herr Weinstein nach dieser schrecklichen Nachricht reagierte, waren in höchstem Masse erstaunt über den Glauben, den er damit zeigte.

Es ist schlicht unvorstellbar, wie ein Jude, der am Sederabend am Pessach hört, dass er soeben zwei seiner Kinder verloren hat, sich wieder dem Seder zuwendet, sich hinsetzt, und Schehechejanu (Segensspruch an G‘tt dafür, dass Er uns am Leben erhält und uns diese Zeit hat erleben lassen) aussprechen kann. Es verlangt ein ganz besonderes Mass an Glauben ab, um am nächsten Morgen nach Schul (Synagoge) zu gehen, zu beten, und die Anwesenden mit “Gut Jomtov” (Festtags-Gruss) zu begrüssen, ohne seine Gefühle zu zeigen oder die Stimmung des Festtages zu stören. An diesem Pessach-Vormittag lief ein kleiner Junge in die Jeschiwa hinein, den Gang hinunter und an dem Platz vorbei, an dem Herr Weinstein sass. Herr Weinstein streichelte dem Jungen die Wange.

Der Vater des Jungen besuchte Herr Weinstein während der Schiw’ah (Trauerwoche, die auf das Begräbnis folgt) und fragte diesen wie er dies überhaupt fertig gebracht hatte. “Wie konnten Sie es fertig bringen, in der Zeit Ihrer grössten Trauer, sich über einen Jungen zu beugen und ihm die Wange zu streicheln?” Herr Weinstein antwortete, dass er gerade dann realisierte, wie kostbar jedes jüdische Kind ist. Er musste dieses Kind streicheln, weil er gerade dann fühlte, wie speziell jedes unserer Kinder ist.

Oft kommt es vor, dass wir unsere Kinder als selbstverständlich hinnehmen. Manchmal ärgern wir uns übermässig über sie und realisieren nicht, wie kostbar sie sind.

Eine Person, die in einer solchen Tragödie in der Lage ist, einen solch tiefen Glauben auszudrücken, und die Tat von “Und Aharon schwieg” zu wiederholen, kann nur ein Mensch sein, der erkennt, dass es auch auf der anderen Seite der Welt weiteres Licht gibt. Möge die Familie inmitten der Trauernden um Zion und Jerusalem Trost finden.

Quellen und Persönlichkeiten:
Ramban: Rabbi Mosche ben Nachman (1194 – 1270); Gerona, Spanien; Erez Jisrael; einer der Haupterklärer des Chumasch (Fünf Bücher Moses).

Rav Frand, Copyright © 2012 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum.

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor, Project Genesis und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum und auflearn@torah.org, sowie www.torah.org.

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Rabbi Yona Levin

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Недельная глава Цав

Недельная глава Цав (09/03/14)

Недельная глава Цав 10/03/14)

Недельная глава Цав часть 3 (12/03/14)

Недельная глава Цав – (14/03/11)

Недельная глава с Ашером Альтшулем. Глава Цав

НЕДЕЛЬНАЯ ГЛАВА ТОРЫ “ЦАВ”

Недельная глава: Цав и парашат Захор.

Рав Шауль Бурштейн. Недельная глава Торы “Цав”

Рав Шауль Бурштейн. Недельная глава Торы “Цав” 2

Цав 1

Цав 02

Цав 03

Цав 04

Цав 05

Цав 06

Цав 07

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Махон-Меир (Книга Бемидбар)

Махон-Меир (Книга Бемидбар)

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12.03.2014

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29.03.2012 Rav Moshe Chaim Levin

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Rav Moshe Chaim Levin

25.12.2012г. Недельная глава Торы

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Wie lebt man nach der Erfahrung im KZ weiter? – 27.02.2015

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Endstation: der Wald von Bi?ernieki – 13.02.2015

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Leon Weintraub – Überlebender des Rassenwahns – 23.01.2015

Leon Weintraub hat nicht nur Auschwitz überlebt, sondern auch Getto Litzmannstadt, die Konzentrationslager in Groß-Rosen, Flossenbürg und Natzweiler und den Todesmarsch. Thomas Muggenthaler hat mit dem “Überlebenden des Rassenwahns” gesprochen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

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Von Kirche zu Synagoge – die Schlosskirche in Cottbus – 09.01.2015

Am 27. Januar wird die ehemalige evangelische Schlosskirche in Cottbus als erste neue Synagoge im Land Brandenburg eingeweiht. Ein Beitrag von Rocco Thiede. Sowie Parascha “Schemot” von Rabbiner Joel Berger.

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“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – ein Beitrag von Kristina Dumas, sowie die Parascha “Wajechi” von Joel Berger.

Rabbanim Shiurim

Rav Joseph Pardes Hafazat Hatora

Raw Frand zu Parschat Zav 5772 (Beitrag 1)

Man kann (sogar) aus der Abfallentsorgung geistige Lehren ziehen

Die Parscha dieser Woche spricht über die Mizwa des Korban Olah, des Emporopfers (Ganzopfers). Der Passuk (Vers) sagt uns, dass Aharon und seinen Nachkommen die gewaltige Verantwortung für den Tempeldienst anvertraut worden war. Die erste Aufgabe, die Aharon und seine Nachkommen erhalten hatten, war die tägliche Mizwa von Terumat HaDeschen, das Wegschaffen der Asche des Altarfeuers vom Vorabend.

Der Chowat Halewawot, einer der klassischen jüdischen Werke über Ethik und Mussar, sagt, dass folgender Gedankengang dahintersteckt: Die Tora achtet sehr darauf, dass Dinge dem Menschen nicht in den Kopf steigen, dass niemand ein Ba’al Ga’awa (stolz, eingebildet) und hochnäsig wird. Es wäre für Aharon ganz natürlich gewesen, wenn er gedacht hätte, er sei etwas Besonderes. Er war ja einer der Wenigen, der die Ehre hatte, den Dienst im Tempel verrichten zu dürfen! Daraufhin befiehlt ihm die Torah, dass er jeden Morgen als Erstes die Asche wegschaffen müsse! Gemäss Chowat Halewawot sollte diese Aufgabe die Selbstwertschätzung der Kohanim senken und Hochmut aus ihrem Herzen tilgen.

Vor einigen Jahren kam mir in den Sinn, dass die letzte Handlung, die wir am Erew Jom Kippur (Vorabend des Jom Kippur) tun, das Hinaustragen des Kehrichts ist. Erew Jom Kippur ist eine symbolträchtige Zeit: Wir essen die Se’udat Hamafseket (die letzte Mahlzeit vor dem Fasten), wir segnen unsere Kinder, daraufhin gehen wir nach Schul (in die Synagoge). Schliesslich, bevor ich nach Schul gehe, trage ich noch den Abfall hinaus. Es wurde mir klar, dass dies auch symbolisch gedeutet werden kann. Das ist es doch, was wir jeden Jom Kippur zu tun versuchen: Den Abfall aus unserem Leben wegschaffen.

Wir gehen mit dem Kittel (weisse Bekleidung) unter dem Arm nach Schul und denken, dass wir nun in eine andere Welt eintreten. Doch wir dürfen auch in Zeiten geistiger Höhenflüge nicht vergessen, dass wir den Abfallsack hinaustragen müssen. Wir sind Menschen, als Menschen essen wir und als Menschen produzieren wir auch Abfall. Wenn wir uns dieses Konzept vor Augen halten, werden wir keine Gedanken in unserem Kopf zulassen, die uns weismachen wollen, dass wir erhabener seien als wir in Wirklichkeit sind.

Quellen und Persönlichkeiten:
Chowat Halewawot: Pflichten des Herzens; geschrieben von Rabbi Bachjeh Ibn Pakuda im Spanien des 11. Jahrhunderts. Ursprünglich in Arabisch, wurde es von Rabbi Jehudah Ibn Tibbon im 12. Jahrhundert ins Hebräische übersetzt.

Rav Frand, Copyright © 2012 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum.

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor, Project Genesis und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum und auflearn@torah.org, sowie www.torah.org.

Raw Frand zu Parschat Zav 5772 (Beitrag 2)

Die Tora achtet auf den Selbstwert der Armen

Die Tora geht sehr sorgsam mit dem Selbstwertgefühl des Ani, des vom Glück weniger begünstigten, um. Einerseits achtet die Tora darauf, dass Aharon, der Kohen Gadol (Hohepriester) nicht hochnäsig wird, andererseits legt die Tora Wert darauf, dass ein Armer nicht verzagt und in seinen Gefühlen verletzt wird.
Es gibt eine interessante Gemara im Traktat Baba Kama [92a]. Die Mischna im Traktat Bikurim [3,8] beschreibt, wie die Erstlingsfrüchte, die Bikurim, in Jerusalem den Priestern übergeben wurden. Die Reichen übergaben ihre Früchte in goldenen und silbernen Körben. Die Armen, die ihre einfachen Feldfrüchte darbrachten, konnten sich keine goldenen Körbe leisten. Sie brachten ihre Früchte in geflochtenen Schilfkörben.

Darauf sagt die Gemara, dass die Priester, die Kohanim, den Reichen ihre goldenen und silbernen Körbe zurückgaben, die Schilfkörbe der Armen behielten sie jedoch. Der Talmud meint, dass dies ein Beispiel für das Sprichwort der Menschen sei (frei aus dem Aramäischen übersetzt): „ Die Armut verfolgt den Armen!“ Bedeutung: Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Der reiche Bursche erhält seinen Korb zurück, aber der Arme, der sich dies kaum leisten kann, bekommt seinen Korb nicht zurück!

Die Mischna-Erklärer geben dazu folgende Erklärung: Die Reichen verfügen über ganze Fruchthaine und können dem Kohen viele Früchte übergeben. Der Arme hat eine geringere Ernte und hat nur wenig Bikurim zu bieten. Wenn diese Früchte im Korb gelassen werden, sehen diese Bikurim wenigstens nach etwas mehr aus. Deshalb sagt die Tora, dass der Kohen den Korb behalten soll, obwohl der Arme einen finanziellen Verlust erleidet, weil dadurch wenigstens sein Selbstwertgefühl erhalten bleibt. Dies zeigt uns, wie sehr sich die Torah bemüht, um einen Menschen nicht zu beschämen.

Es kam einmal jemand zu mir, der Geld für Hachnassat Kallah (Hochzeitsausgaben für eine arme Braut) sammeln wollte, die in derselben Stadt lebte wie er. Er stellte mir folgende Frage: Er wäre imstande, einen grossen Geldbetrag aufzubringen, wenn er den Leuten sagen könnte, für wen er

sammelte; die betroffene Familie war nämlich wohlbekannt und respektiert. Falls er aber nur einen anonymen Aufruf für Hachnassat Kallah mache, könnte er kaum einen grösseren Betrag zusammenbringen, denn derartige Aufrufe erscheinen jede Woche mehrmals. Seine Frage war: Sollte er den Namen der Person erwähnen um damit mehr Geld zu erhalten oder sollte er die Anonymität wahren obwohl er dadurch viel weniger sammeln könne.

Damals fragte ich den Rosch Jeschiwa (Rav Jakow Ruderman szl.). Ohne lange zu überlegen und ohne mit der Wimper zu zucken, antwortete er: „Es soll anonym bleiben, weil die Ehre eines Menschen sehr viel wert ist.“

Dies ist die Lehre der Körbe: Das Selbstwertgefühl eines Menschen ist sehr viel wert. Es ist es sogar wert, Geld deswegen zu verlieren. Geld kann jederzeit ersetzt werden, aber die Ehre oder den Stolz eines Menschen ist viel schwerer wiederherzustellen.

Rav Frand, Copyright © 2012 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema’an Achai / Jüfo-Zentrum.

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Rabbi Yona Levin

Rabbi Yona Levin

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Недельная глава Торы ВАИКРА

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Достоинство еврейского народа. Целостность еврейского народа и страны Израиля.
Актуальность и уроки недельной главы Торы для нашего времени – эпохи Мошиаха.
פ’ ויקרא ה’תש”נ

КОЛЛЕЛЬ ПРИ ИЦХАК

Недельная глава Ваикра

Недельная глава Ваикра (02/03/14)

Недельная глава Ваикра часть 2 (03/03/14)

Недельная глава Ваикра часть 3 (05/03/14)

Недельная глава: Ваикра. Значимость Храма и общая идея жертвоприношений.

А.-Д. Гаджиев. Й. Херсонский. «Ваикра» недельная глава Торы

Рав Шауль Бурштейн. Недельная глава Торы “Ваикра”

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Wie lebt man nach der Erfahrung im KZ weiter? Elsa Weiss hat Ghetto und vier KZ überlebt. Ein Beitrag von Kristina Dumas, sowie die Parascha Tezawe von Joel Berger.

“Jewrovision” in Köln – 20.02.2015

Die “Jewrovison 2015” unter dem Motto “Make A Difference” beginnt am Wochenende in Köln. Durch das jüdische Musik- und Tanz-Spektakel führt der Berliner Rapper Ben Salomo. Gerald Beyrodt hat sich mit ihm getroffen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Endstation: der Wald von Bi?ernieki – 13.02.2015

Endstation: der Wald von Bi?ernieki. Die Ermodung deutscher Juden in Riga. Ein Beitrag von Julia Smilga. Sowie Parascha “Mischpatim” von Rabbiner Joel Berger.

Mehr Transparenz und Effektivität – Aufbruch der IKG Nürnberg – 06.02.2015

Thomas Senne berichtet über die Kehliáh in Nürnberg, über eine Gemeinde mitten im Aufbruch. Sowie Parascha “Jitro” von Rabbiner Joel Berger.

BR.de (zur Startseite)Bucharajuden – Der letzte Rabbi von Buchara – 30.01.2015

Vor etwa 2600 Jahren zogen aus der Gefangenschaft freigelassener Juden nach Usbekistan, in das damaligen Handelszentrum Buchara. Heute gibt es in Buchara nur noch eine verschwindend kleine jüdische Gemeinschaft. Julia Smilga war auf Spurensuche in Usbekistan. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Leon Weintraub – Überlebender des Rassenwahns – 23.01.2015

Leon Weintraub hat nicht nur Auschwitz überlebt, sondern auch Getto Litzmannstadt, die Konzentrationslager in Groß-Rosen, Flossenbürg und Natzweiler und den Todesmarsch. Thomas Muggenthaler hat mit dem “Überlebenden des Rassenwahns” gesprochen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

La Table Ouverte – 16.01.2015

La Table Ouverte – ein Restaurant du coeur für mittellose Juden in Nizza. Ein Beitrag von Robert B. Fishman. Sowie Parascha “Va erá” von Rabbiner Joel Berger.

Von Kirche zu Synagoge – die Schlosskirche in Cottbus – 09.01.2015

Am 27. Januar wird die ehemalige evangelische Schlosskirche in Cottbus als erste neue Synagoge im Land Brandenburg eingeweiht. Ein Beitrag von Rocco Thiede. Sowie Parascha “Schemot” von Rabbiner Joel Berger.

“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – 02.01.2015

“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – ein Beitrag von Kristina Dumas, sowie die Parascha “Wajechi” von Joel Berger.

Rabbanim Shiurim

Rav Joseph Pardes Hafazat Hatora

Raw Frand zu Parschat Wajikra 5773

Kleines Alef erteilt grosse Lehre

Der Ba‘al HaTurim schreibt, dass das Anfangswort des Buches Wajikra – von dem das Buch seinen Namen ableitet – am Schluss des Wortes mit einem kleinen Alef geschrieben wird. Warum? Weil als Mosche über sich selbst schrieb, wollte er (in seiner Bescheidenheit) dasselbe Wort verwenden, das zur Beschreibung der Erscheinung G-ttes zu Bil’am genannt wird – nämlich “Wajikar” [Bamidbar, 23:4], das eine lockere, weniger intime Form der Kommunikation impliziert. Doch weil der Allmächtige darauf bestand, dass Mosche “Wajikra” anstatt “Wajikar” schreiben soll, schrieb er das dazukommende Alef zumindest klein, um soweit wie möglich den Unterscheid zwischen diesem Verb und jenem anderen zu minimieren, das zur Beschreibung der Erscheinung G-ttes zu Bil’am verwendet wird.

Raw Schach fragt – unter der Annahme, dass mehr Gebote von einem großen als von einem kleinen Alef abgeleitet werden könnten – weshalb Mosche uns scheinbar vorenthalten wollte, die maximale Anzahl von Geboten zu lernen, indem er sie (auf welchem Weg auch immer) minimierte. Raw Schach antwortet, dass Mosche es für angebracht hielt, diese zusätzlichen Erläuterungen zu übergehen, um uns eine grössere Lehre zu erteilen – die Lehre der Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit. Die Lehre, wie ein Mensch nicht prahlerisch sein sollte, nicht nach “Schlagzeilen” suchen sollte – nicht die Unterschiede zwischen ihm und einem anderen hervorheben sollte – was in sich selbst eine Lehre ist, die es sich für Klal Israel (die jüdische Allgemeinheit) zu wissen lohnt.

Daraus stellt sich die Frage – wenn dies tatsächlich so eine wichtige Lehre ist: Warum liess Haschem es nicht zu, dass Mosche das Wort “Wajikar” genauso schrieb, wie er es ursprünglich schreiben wollte – also genau wie es bei Bil’am geschrieben wurde. Die Antwort lautet, dass es eine noch wichtigere Lehre gibt, als diejenige über Genügsamkeit. Die wichtigere Lehre handelt vom Verhältnis des Schöpfers der Welt gegenüber dem jüdischen Volk – und wie es sich von Seinem Verhältnis gegenüber den anderen Völkern der Welt unterscheidet.

Die Tatsache, dass G“tt sich auf Bil’am – den grössten Propheten der übrigen Völker, mit dem Begriff “Wajikar” bezog (was Zufall bedeutet) und dass er sich auf Mosche Rabbejnu – den wichtigsten Propheten des jüdischen Volkes, mit dem Begriff “Wajikra” bezog (einem Ausdruck von Zuneigung) beinhaltet eine fundamentale Lehre: Mit dem jüdischen Volk gibt es keine solche Sache wie “Wajikar” (Zufall). In unserer Beziehung mit dem Allmächtigen gibt es keine Zufälligkeit. “Wajikra”, welches auf G“ttes Ausruf zu uns deutet, repräsentiert einen wesentlichen Grundsatz unserer Religion – die Idee der “Haschgacha Pratit” (persönliche Vorsehung), die unser ganzes Leben und unser Glück führt und leitet.

Dies ist die Idee, die durch eine bekannte Erklärung des Ramban am Ende des Wochenabschnittes “Bo” [Schemot, 13:16], zum Ausdruck kommt: “Ein Mensch hat keinen Anteil an der Torah unseres Lehrers Mosche, bis er daran glaubt, dass alle Dinge, die uns geschehen, vollkommen wundersam sind und nicht durch die Natur bestimmt werden – durch die “üblichen Wege der Welt”. Wir glauben, dass alles aus einem Grund geschieht. Der Allmächtige kennt uns und ist unserer bewusst. Wenn uns etwas geschieht, dann ist es, weil Er es wollte. Die Völker der Welt könnten auch so eine Beziehung beanspruchen. Sie könnten auch sagen: “Es gibt keine Zufälle.” Dies ist jedoch nicht etwas, das jeden erreicht. Es ist eine Stufe, die man sich verdienen muss.

Wir bestimmen unsere Beziehung mit dem Allmächtigen durch unsere Taten. Die chassidischen Meister basieren diese Idee auf einen Vers: “G“tt ist dein Schatten, zu deiner rechten Hand.” [Tehillim/Psalmen, 121:5]. Haschem bezieht sich zu uns wie ein Schatten zur Person, die ihn wirft. Wenn ein Mensch seine Hand hebt, wird sein Schatten die Hand heben – und so verhält es sich mit allen seinen Taten. Unsere Beziehung mit dem Allmächtigen ist ebenso. Wenn wir Ihn zu einem integralen Bestandteil unseres Lebens machen, dann wird Er es erwidern und sich ebenfalls aktiv in unser Leben mischen. Wenn wir Ihm aber nicht gestatten, ein wesentlicher Faktor unseres Lebens zu werden, dann wird auch seine Vorsehung kein wesentlicher Faktor in unserem Leben sein.

Der Unterschied zwischen “Wajikar” und “Wajikra” (Zufallsnennung oder eine intime Beziehung haben) ist eine so wichtige Lehre, dass sie die Lehre der Bescheidenheit übertrumpft. Aus diesem Grund hat G“tt Mosche überstimmt und darauf bestanden, dass er das Wort “Wajikar” mit einem Alef als Endbuchstaben schreibt, was es zu “Wajikra” macht.

Es gibt keinen Zweifel, dass jeder von uns aberdutzende Geschichten gehört hat, die zuweilen auf sehr kraftvolle und bewegende Art die Beispiele individueller, g“ttlicher Vorsehung veranschaulichen.

Eine Frau schrieb mir neulich einen Brief, dass ein Schadchan (religiöser Ehekuppler) ihrer Tochter einen Heiratskandidaten vorschlug. Aus welchem Grund auch immer, lehnte die Familie den Vorschlag ab. Jemand anders schlug denselben jungen Mann vor – und abermals lehnte die Familie den Ratschlag ab. Kurz danach, hatte die Familie eine Reise nach Israel geplant. Sie waren am Flughafen Newark – und wer sollte direkt vor ihnen stehen, als sie in einer sich langsam bewegenden Schlange an den Sicherheitskontrollen anstanden? Ausgerechnet der junge Mann, der zweimal als guter Ehepartner für ihre Tochter vorgeschlagen wurde! Sie hatten hiermit die Möglichkeit, ihn über längere Zeit in einer realen und etwas stressigen Situation zu beobachten – und waren tief beeindruckt. Die Mutter dachte sich: “Dies musste wohl aus einem gewissen Grund geschehen.” – Sie stellten sich einander vor…und das junge Paar lebt mittlerweile glücklich zusammen.

Es gibt eine berühmte Geschichte mit Raw Mordechai Pogramansky, der ein grosser Torah-Gelehrter der europäischen Vorkriegszeit war. Raw Pogramansky reiste einmal in einem Zug und sass ausgerechnet neben einem anderen Juden, der Schochet und Mohel war. Sie begannen eine Unterhaltung miteinander und vertieften sich dermassen in ihrer Diskussion, dass sie ihre Haltestelle verpassten. Der Zug fuhr weiter in eine andere Stadt. Es war Erew Schabbat und sie hatten keine andere Wahl, als an einem fremden Ort aus dem Zug auszusteigen. Die Ortschaft war im Niemandsland gelegen und war kein jüdisches Dorf. Sie stellten Untersuchungen an und fanden heraus, dass es einen einzigen Juden am Ort gab. Sie fanden sein Haus und klopften an seiner Tür – am Freitagnachmittag, kurz vor Schabbat. Der Hausbesitzer hatte schon lange Zeit keinen Juden mehr gesehen. Als er die beiden Männer sah, die ihm ihre Situation beschrieben, begann er zu weinen und sagte, dass er nicht glauben könne, was passiert sei.

Am vorigen Schabbat hatte seine Frau einen Jungen geboren. Er konnte die Ortschaft nicht verlassen und kannte keinen Mohel, der am Schabbat zu ihm kommen würde. Er wusste nicht, wie er es organisieren sollte, damit sein Sohn am achten Tag beschnitten werden könnte. Daraufhin schickte ihm Haschem nicht nur einen Mohel, sondern auch Raw Mordechai Pogramansky – einen der großen rabbinischen Persönlichkeiten seiner Zeit, um als Sandak zu fungieren!

Es gibt unendlich viele Geschichten wie diese. Die Pointe all dieser Geschichten ist, dass der Allmächtige die Welt führt. Er kümmert sich um uns und Seine Beziehung zu uns ist anders als mit dem Rest der Welt. Darum geht es im Wesentlichen, wenn wir die Geschichte über den Auszug aus Ägypten zum wiederholten Male erzählen. Der Zweck der nahenden Seder-Nacht besteht in der Stärkung unseres Glaubens an G“ttes intime Beziehung mit dem jüdischen Volk und dem Prinzip der G“ttlichen Vorsehung.
Glossar:

  • Haschgacha Pratit: Persönliche Vorsehung, Fürsorge
  • Schochet: Person, die das rituelle Schächten von koscheren Tieren durchführt
  • Mohel: Ein für Beschneidungen ausgebildeter Fachmann
  • Sandak: Der das Kind bei der Beschneidung auf den Knien hält

 

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Rabbi Yona Levin

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Недельные главы Ваякhель Пкудей (12/03/12)

Недельная глава Ваякhель (16/02/14)

Недельная глава Пкудей (23/02/14)

Недельная глава Ваякhель часть 3 (19/02/14)

Недельная глава с Ашером Альтшулем. Глава Ваяк’эл – Пекудей

09.03.2015
Ашер Альтшуль беседует о недельной главе Торы в cвете сегоднешней рeальности.
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Недельная глава Ваякель-Пкудей

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12.03.2014

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29.03.2012 Rav Moshe Chaim Levin

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25.12.2012г. Недельная глава Торы

11.02.2013

Занятие по недельной главе Торы проходит в нашей общине регулярно. В сезоне 2012-2013 – по вторникам, 19:40 – 21:00.

Раввин общины, Йосеф Херсонский разработал формат этого занятия:

– Мини-урок (15-20 минут) помощника раввина

– Часовое занятие раввина, в котором участникам предлагается выбрать наиболее интересующие их темы из сюжета недельной главы. В начале занятия раввин делает общий обзор главы и предлагает участникам список тем, упомянутых в главе + пояснения, каким образом эта тема актуальна сегодня. Каждый участник озвучивает 3 наиболее интересующие его темы. Рейтинг интересующих тем формирует программу занятия.

Данное занятие провел полностью помощник раввина ввиду того, что раввин был в отъезде.

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Raw Frand zu Parschat Wajakhel – Pekudej – Hachodesch 5773

Die erste Mizwa lehrt uns etwas in Bezug auf alle Mizwot

Diesen Schabbat lesen wir in der zweiten Sefer Tora „Parschat Hachodesch“. Dieser Abschnitt ist ein Teil von Parschat Bo [Schemot 12, 1-20]. In diesem Abschnitt finden wir die ersten Mizwot (Gebote), die das jüdische Volk als nationale Einheit erhielt. (Die drei Mizwot, die zuvor, im Buch Bereschit, erwähnt sind, wie „Peru uRewu“ (Heiraten und Kinder haben), „Brit Mila“ (Beschneidung) und „Gid Hanasche“ (Verbot des Essens der Spannader) wurden befohlen, bevor das Volk Israel existierte.) Die erste Mizwa ist die Festlegung der Monate des Jahres durch das Bet Din (jüdisches Gericht) [Schemot 12, 2].

Zeugen müssen zum Gericht kommen und aussagen, dass sie den Neumond gesehen haben. Auf Grund dieser Aussage wird das Gericht den neuen Monat verkünden, und auf Grund dessen werden ebenfalls die jüdischen Feiertage festgelegt. In der Tat erwähnt bereits die erste Raschi im Chumasch, dass die Tora eigentlich mit Kapitel zwölf aus Schemot hätte beginnen sollen, denn dort finden wir die ersten Mizwot, die das jüdische Volk erhielt.

An mehreren Stellen seiner Erklärungen, darunter auf das Buch Mischle (Sprüche), schreibt der Wilnaer Gaon, dass der einleitende Vers eines Sefer (Buch) im Mikrokosmos den gesamten Inhalt des Sefers umfasst. Wenn wir diese Maxime übernehmen, könnte man sagen, dass angesichts der Tatsache, dass (nach Raschi) die Tora mit dem Passuk (Vers) “Diese Mondserneuerung sei euch der Beginn der Monate” hätte beginnen sollen, uns dieser Passuk in der Tat etwas Grundsätzliches sagt und uns diese Mizwa als gemeinsamer Nenner für alle 613 Mizwot dient! Was ist dieser gemeinsame Nenner?

Auf der Welt ist nichts so voraussehbar wie die astronomischen Berechnungen der Zyklen von Sonne und Mond. Wir wissen, dass der Sonnenaufgang heute in fünf Jahren zur genau gleichen Zeit stattfinden wird wie heute, dasselbe auch in zehn Jahren und in hundert Jahren. Ebenso wissen wir seit über 3’300 Jahren (was die Wissenschaft erst heute weiss), dass ein

jüdischer Monat aus 29 Tagen, 12 Stunden und 793/1080 einer Stunde (Chalakim) besteht. Was bringt es also, dass Zeugen kommen, um auszusagen, dass sie den neuen Mond gesehen haben, eine Berechnung die der jüdische Gerichtshof auch ohne ihre Aussage wusste? Warum ist dies eine biblische Mizwa? Es ist reine Wissenschaft! Es ist Rechnen! Was hat dies mit Religion zu tun?

Offensichtlich ist der Tachlit (Zweck) dieser Mizwa nicht ihr Informationswert. Vielmehr liegt ihr Zweck in der Ausübung der Mizwa selbst. Dies bedeutet, dass wir Mizwot nicht für sachdienliche Zwecke tun sollen. Wir “erreichen” damit nichts im Hinblick auf konkrete weltliche Errungenschaften, die einen praktischen Wert haben. Der Hauptgrund für jede Mizwa ist, dass wir mit ihr den Willen des Schöpfers erfüllen.

Die Mizwa der Heiligung des Neumondes, wie auch alle anderen Mizwot, erfüllen wir in erster Linie deshalb, weil G-tt uns dies befahl. Indem wir sie tun, gehorchen wir dem Allmächtigen und unterwerfen unseren Geist und unseren Körper Seinem Willen. Als erste Mizwa der Tora, lehrt uns diese Mizwa etwas für alle Mizwot. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass es unbedingt eine “praktische Anwendung” durch unser Tun gibt, ausser dass es uns daran gewöhnt, den Willen des Schöpfers zu erfüllen.

Weiterer Gedanken zu Parschat Hachodesch

“Diese Mondserneuerung sei euch der Beginn der Monate; er (der Monat Nissan) sei euch der erste unter den Monaten des Jahres“ [Schemot 12, 2].

Der Unterschied zwischen Schana – Jahr und Chodesch – Monat. Das Wort ‘Schana’ – ein Jahr steht in sprachlichem Zusammenhang mit ‘Jaschan’ – alt, und auch ‘Schejna’ – Schlaf. Dies bedeutet, dass alles in ihm schon von der Zeit der Schöpfung an festgesetzt ist. Dies deutet auch darauf hin, dass alle Naturgesetze vom Schöpfer der Welt stammen, und dass es weder Änderung – Schinnui – noch Erneuerung – Chiddusch – gibt.

Das Wort ‘Chodesch’ – Monat – kommt von ‘Chiddusch’ – Erneuerung. Dies bedeutet, dass alles, was wir im Augenblick erkennen, nicht unbedingt auch in der Zukunft so sein wird, sondern, dass wir auch eine Erneuerung erwarten können. Dies ist ein Hinweis für Wunder und übernatürliche Erscheinungen, die der Heilige, gelobt sei Er, seinen Geschöpfen offenbart, um zu zeigen, dass Er der Herr der Welt ist.

Der Unterschied zwischen Israel und den anderen Völkern: Für die Völker der Welt ist das Jahr Wegweiser und Sinnbild für Weltordnung. Für sie bedeutet die Weltschöpfung der Zeitpunkt, der sie an die Naturgesetze bindet, die für alle Zeiten unabänderlich sind. Doch für Israel hat G’tt in gewissen Situationen die Naturregeln gebrochen, und ihnen durch Wundertaten neue Wege gewiesen, und so konnte auch die Befreiung aus Ägypten bewirkt werden. Denn Er erkor sich eine Nation aus der Mitte einer anderen Nation, indem er Prüfungen, Zeichen, Wundertaten und Kriege stattfinden liess. Mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit Schrecken offenbarte Er seine g’ttliche Anwesenheit. Auch in den späteren Generationen sind diese Wunder immer wieder in Erscheinung getreten.

Für die anderen Nationen bleibt nur ‘Rosch Haschana – der Kopf (Anfang) des Jahres’ als Erinnerung an die Schöpfung der Welt. An diesem Tage wird über alle Nationen Gericht gehalten. Für Israel aber gibt es auch andere ‘Köpfe – Anfänge’, z.B. Rosch Chodesch, den Monatsanfang. Von diesen „Anfängen“ ist einer der Anfang aller Monatsanfänge: der Monat Nissan. In jedem Monat erwartet Israel Erneuerung seiner Kräfte, sei es durch natürlicher oder übernatürlicher Mittel. Doch im Monat Nissan (der jetzt ansteht) ist die Hoffnung auf eine neue, g’ttliche Offenbarung stärker. Darum steht: ‘Dieser Monat sei für euch…’, das heisst, diese Führungsweise durch Erneuerung der Schöpfung ist nur für euch bestimmt. Gerade der Monat Nissan ist dazu geeignet, als erster Monat eine übernatürliche Weltordnung in Erscheinung treten zu lassen.

Zuerst und an erster Stelle – Obwohl die festgesetzten Naturgesetze der Schöpfung auch für Israel gegeben wurden, und ihre Wege für sie ebenso massgebend sind wie für andere Völker und sie so ihr Leben gestalten, so hat für Israel doch das Erscheinen von Wundern und übernatürlichen Geschehnissen mehr Bedeutung als die natürliche Führung der Welt. Dies ist auch der Sinn der Worte: ‘Er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres’, d.h. der Chodesch – der Monat – im Sinne von Chadasch – neu – hat für euch den Vorrang und soll wichtiger sein als Schana – das Jahr, in der Bedeutung von Jaschan – alt. Israels Überlebenskraft und seine Tapferkeit, die es in allen Generationen bewiesen hat, sind nur verständlich, wenn man darin G’ttes Eingreifen durch Wunder und übernatürliche Geschehnisse erkennt. Als der Heilige, gelobt sei Er, ihnen am Sinai erschien, hatte Er gesagt: ‘Ich bin der Ewige, Dein G’tt, der Dich aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat.’ Er sagte nicht ‘der euch geschaffen hat.’ Es ist, als ob Er damit ausdrücken wollte, dass Er das weniger Wesentliche nicht zu erwähnen braucht, sondern nur dem grossen Ereignis Bedeutung zumisst.

„Lachem, awurchem – für euch, um euretwillen – Beim Auszug aus Ägypten hat G’tt alle bestehenden Regeln der Natur verändert, um Seine Stellung als Schöpfer der Welt zu beweisen. Er wollte zeigen, dass alles nach Seinem Willen geschehe, und dass Er die Welt Israel zuliebe, um ihretwillen geschaffen habe. Als nun G’tt durch Änderungen der Naturgesetze Seine grosse Macht zeigen wollte, so tat Er dies für Israel, Sein Volk. Wohl hätte Er die Erlösung Israels auch durch natürlich Mittel durchführen können. Auch hätte Er Sein Volk ohne die Knechtschaft in Ägypten zum Ziele führen können. Doch das Exil war notwendig, um Israel und der ganzen Welt klarzumachen, dass die ganze Weltordnung, ihre Gesetze und alle in ihr waltenden Kräfte dem g’ttlichen Willen allein unterstellt sind, und dass Er sie um Seines Volkes willen ändern kann. Darum steht: ‘Dieser Monat sei für euch…’, um euretwillen ist die Weltordnung durch Wundertaten und übernatürlichen Ereignissen erneuert worden, damit ihr steigt und euch erhebt, so wie auch Mein Name in der Welt erhaben ist.

Und die Tora, die das jüdische Volk anschliessend an den Auszug aus Ägypten, erhielt, ist die Quelle der Erneuerung. Damit unterscheidet sich das Volk Israel von allen anderen Nationen. Und deswegen veränderte der Heilige, gelobt sei Er, seinetwillen, der Welten Lauf, damit Er das Volk zur Erlösung führen kann. Er gab ihm die Kraft, Umwälzungen der Natur zu bewirken, und dies zu jeder Zeit.

Aber steht denn nicht geschrieben: ‘Es gibt nichts Neues unter der Sonne’ (Kohelet / Prediger 1,9)? Die Antwort: Die Tora ist schon vor der Schöpfung der Welt geschrieben worden, also älter und höherstehend als alle anderen Schöpfungen der Natur. Da Israel beschloss die Tora zu empfangen und in ihren Wegen zu wandeln untersteht somit das jüdische Volk der Tora, die der ganzen Natur zuvorkam. Unter der Sonne gibt es also nichts Neues, aber darüber, in der Tora, ist immer Neues zu finden. Deshalb gab Er uns diese Kraft und diese Würde, sich immer wieder – sehr oft auch durch Wunder – zu erneuern.

Quellen und Persönlichkeiten:

  • Wilnaer Gaon: Rabbi Eljahu ben Schlomo Salman von Wilna (1720 – 1797), Torahgenie, Autor von zahlreichen Büchern und Kommentaren; Wilna.

 

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Недельная глава Ки Тиса

Недельная глава Ки Тиса (09/02/14)

Недельная глава Ки Тиса (10/02/14)

Недельная глава Ки Тиса (12/02/14)

Недельная глава Ки Тиса часть 4 (13/02/14)

Р Даниэль Бурочник недельная глава Торы 5 Ки Тиса

Недельная глава Ки Тиса

Недельная глава с Ашером Альтшулем. Глава Ки Тиса

1 Р Даниэль Бурочник недельная глава Торы Ки Тиса

3 Р Даниэль Бурочник недельная глава Торы Ки Тиса

Недельная глава: Ки Тиса. Как Моше рабейну мог разбить скрижали Завета?

Недельная глава – Ки Тиса: Рав Хаим Шаул

Ки Тиса день 1 ChitatTorah

Ки Тиса день 2 ChitatTorah

Ки Тиса день 3 ChitatTorah

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“Jewrovision” in Köln – 20.02.2015

Die “Jewrovison 2015” unter dem Motto “Make A Difference” beginnt am Wochenende in Köln. Durch das jüdische Musik- und Tanz-Spektakel führt der Berliner Rapper Ben Salomo. Gerald Beyrodt hat sich mit ihm getroffen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Endstation: der Wald von Bi?ernieki – 13.02.2015

Endstation: der Wald von Bi?ernieki. Die Ermodung deutscher Juden in Riga. Ein Beitrag von Julia Smilga. Sowie Parascha “Mischpatim” von Rabbiner Joel Berger.

Mehr Transparenz und Effektivität – Aufbruch der IKG Nürnberg – 06.02.2015

Thomas Senne berichtet über die Kehliáh in Nürnberg, über eine Gemeinde mitten im Aufbruch. Sowie Parascha “Jitro” von Rabbiner Joel Berger.

BR.de (zur Startseite)Bucharajuden – Der letzte Rabbi von Buchara – 30.01.2015

Vor etwa 2600 Jahren zogen aus der Gefangenschaft freigelassener Juden nach Usbekistan, in das damaligen Handelszentrum Buchara. Heute gibt es in Buchara nur noch eine verschwindend kleine jüdische Gemeinschaft. Julia Smilga war auf Spurensuche in Usbekistan. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

Leon Weintraub – Überlebender des Rassenwahns – 23.01.2015

Leon Weintraub hat nicht nur Auschwitz überlebt, sondern auch Getto Litzmannstadt, die Konzentrationslager in Groß-Rosen, Flossenbürg und Natzweiler und den Todesmarsch. Thomas Muggenthaler hat mit dem “Überlebenden des Rassenwahns” gesprochen. Sowie Parascha von Rabbiner Joel Berger.

La Table Ouverte – 16.01.2015

La Table Ouverte – ein Restaurant du coeur für mittellose Juden in Nizza. Ein Beitrag von Robert B. Fishman. Sowie Parascha “Va erá” von Rabbiner Joel Berger.

Von Kirche zu Synagoge – die Schlosskirche in Cottbus – 09.01.2015

Am 27. Januar wird die ehemalige evangelische Schlosskirche in Cottbus als erste neue Synagoge im Land Brandenburg eingeweiht. Ein Beitrag von Rocco Thiede. Sowie Parascha “Schemot” von Rabbiner Joel Berger.

“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – 02.01.2015

“Erzähl es deinen Kindern: Die Torah in fünf Bänden” – ein Beitrag von Kristina Dumas, sowie die Parascha “Wajechi” von Joel Berger.

Rabbanim Shiurim

Rav Joseph Pardes Hafazat Hatora

Raw Frand zu Parschat Ki Tissa 5773

Mosche Rabbejnus grösster Augenblick

Ich möchte zwei Erläuterungen von Rabbi Awraham Pam szl. wiedergeben:

Der Midrasch sagt: „Kommt und seht Mosche Rabbejnus (unser Lehrer) Grösse: Aron

und die Ältesten hielten ihn an den Armen fest, er aber behielt die Oberhand.“ Mosche stieg vom Berg Sinai herab (nach der einfachen Torah-Erklärung), sah das Goldene Kalb und den ganzen Rummel und zerbrach die Luchot (Bundestafeln) mit den zehn Geboten.

Der Midrasch erzählt jedoch, dass die Sache nicht so einfach war. Es gab eine grosse Meinungsverschiedenheit. Mosche argumentierte, dass die Juden Götzen dienten und dass sie deshalb die Torah nicht verdienten. Mosche wollte die Tafeln zerbrechen. Aron und die Ältesten wehrten sich vehement. Gemäss dem Midrasch beschränkten sie sich nicht nur aufs Argumentieren; sie hielten Mosche an den Armen fest, um ihn am Zerbrechen zu hindern. Der Midrasch endet damit, dass Mosche standhielt und siegte – nicht nur im akademischen und intellektuellen Sinn, sondern er packte und zerschmetterte die Luchot auch physisch.

Wir können die Argumente von Aron und den Ältesten leicht verstehen. Die steinernen Luchot waren die einzigartigsten Gegenstände, die es gab. Es gab im ganzen Universum nichts, das der „Handschrift G’ttes“ näherkam. Man stelle sich vor: Jemand hält eine Torahrolle nach der Vorlesung in die Höhe und beginnt zu wanken; jeder weiss, wie wir reagieren. Wir stürzen instinktiv nach vorne und versuchen die Torahrolle zu fangen, damit sie nicht zu Boden fällt. Denken sie sich diese Szene tausendfach intensiviert. Eine Torahrolle ist bestimmt heilig; aber es gibt Tausende und Abertausende. Ausserdem ist das Fallenlassen bei der Hagbaha-Handlung (das Hochhalten der Torahrolle nach der Vorlesung) nur ein unabsichtlicher Unfall und hat ganz bestimmt nichts mit Wut oder Absicht zu tun. Mosche hingegen wollte dieses einzigartige Exemplar der „g’ttlichen Handschrift“ mit voller Absicht zerschmettern.

Aron und die Ältesten riefen: „Mosche, du hast nicht recht! Es stimmt, dass die Juden ein Kalb verehren. Sie machen einen Fehler, aber wir können sie erziehen, wir können ihnen zeigen, dass sie auf dem Holzweg sind. Zerbrich‘ die Luchot nicht!“ Der Midrasch sagt, dass Mosche auf seiner Meinung beharrte und die Gegenmeinung nicht zum Zuge kommen liess.Mosche dachte anders als die anderen. Die Mehrheit dachte logisch. Die Mehrheit zeigte Mitgefühl. Mosche lehnte dies alles ab und zerbrach die Luchot. Woher nahm Mosche diese Überzeugung und diese Kühnheit?

Der Talmud [Schabbat 87a] sagt, dass Mosche seine Meinung auf ein Kal WaChomer (logische Schlussfolgerung; der Schluss von dem Leichteren auf das Schwerere) stützte: Wenn doch schon bei einem Pessachopfer, das nur eines der 613 Gebote ist, die Torah sagt, dass ein Mumar (ein Jude, der vom Judentum abfiel) nicht am Pessachopfer teilhaben darf („Kol ben Nechar lo jochal bo“ [Schemot 12:43]), jetzt, wenn es um die ganze Torah geht, die G“tt ihnen geben möchte und die Juden wegen des Goldenen Kalbes den Status von Mumarim haben, umso weniger können sie sie empfangen und daran teilhaben.

Tosafot argumentiert jedoch, dass dieses Kal WaChomer widerlegt werden kann. Tosafot stellt nicht die Gemara (Talmud) in Frage. Dies ist eher unüblich. Auf den ersten Blick stellt er die Argumentation von Mosche Rabbejnu in Frage; Mosches Argument überzeugt nicht. Tosafot legt dar, dass das Argument, dass ein Mumar kein Pessachopfer essen darf, nicht ausreicht. Dieses Argument hätte Mosche nicht davon abhalten sollen, die Gesetzestafeln zu übergeben. Warum? Die Übergabe der Torah hätte die Juden zur Umkehr bringen können, sie hätte sie dazu bringen können, ihren Irrglauben zu erkennen und den Status von Mumarim abzulegen. Hat Mosche Rabbejnu noch nie etwas von der Ba’alej Teschuwa-Bewegung (Rückkehr zum Glauben) gehört? Was soll denn dieser Kal WaChomer? Dies ist Tosafots Frage.

Raw Pam erklärt, dass Tosafot in Wirklichkeit nicht Mosche in Frage stellt, sondern die Gemara. Die Gemara sagt, dass dieser Vorfall einer von drei Fällen ist, den Mosche auf eigene Faust (miDa’ato) entschied. Es stört Tosafot, dass dieser Entscheid „auf eigene Faust“ genannt wird, obwohl sich Mosche scheinbar auf ein Kal WaChomer stützt. Ein Kal WaChomer ist eines der 13 logischen Prinzipien für die Auslegung der Torah. Alles, was mit diesen 13 Prinzipien gefolgert werden kann, ist integrierender Bestandteil der Torah. Ein Entscheid nach der Regel des Kal WaChomer verdient nicht den Namen „miDa’ato“, auf eigene Faust, weil dies kein intuitiver Entscheid ist. Darum, sagt Tosafot, scheint, dass die Gemara annimmt, dass dies KEIN gültiger Kal WaChomer ist. Mosche stützte sich nicht auf die Richtlinien der Halacha (jüdische Gesetzeslehre)! Das Kal WaChomer war nicht besonders stichhaltig.

Was war es denn, das Mosche dazu trieb, die Luchot zu zerbrechen? Seine eigene, persönliche Sicht. Dies wird “Da’at Torah”, Weisheit der Torah, genannt. Mosche tat etwas, das alle anderen als “verrückt” empfanden. Mosche konnte, auf rein vernünftige Weise, nicht nachweisen, dass er recht hatte. Intuitiv spürte Mosche, dass er die Luchot zerbrechen musste und er tat dies nur wegen dieser Eingebung! Dies ist wohl das bekannteste Beispiel in der ganzen Torah eines jüdischen Führers, der einzig aufgrund von “Da’at Torah” handelte.

Mosche verfügte über keinen Beweis. Er hatte keine überzeugende Begründung. Er konnte kein Buch aufschlagen und eine Erklärung vorzeigen. Er tat es, weil seine Persönlichkeit und sein Innerstes ihm sagten, dass dies das Richtige sei. Dabei nahm er es mit der ganzen jüdischen Führerschicht auf, indem er ihnen zurief: “Ich habe recht und ihr nicht!”

Im letzten Passuk (Vers) der Torah beschreibt G’tt Mosche und seine grösste Handlung, indem Er sagt: “… und die ganze starke Hand … die Mosche ausführte vor den Augen von ganz Israel” [Dewarim 34:12]. Raschi legt diesen Satz wie folgt aus: “Dass sein Herz ihn dazu bewog, die Luchot vor ihren Augen zu zerbrechen”. Das war Mosche Rabbejnus grösster Augenblick.

Raw Schlomo Heiman pflegte folgendes zu sagen: Wenn der Rambam (Maimonides) schreibt, “es scheint mir” (was bedeutet, dass er keine talmudische oder rabbinische Quelle für ein Gesetz fand), so ist dies stärker als jeder Beweis, den er hätte aufführen können. Wieso? Weil der Ausdruck “es scheint mir” zeigt, dass er das ganze Gewicht seines “Da’at Torah” auf diese Meinung legt. Das Torahempfinden vom Rambam ist mehr wert als jeder mögliche Beweis. Für jeden Beweis ist ein Gegenbeweis möglich. Aber hinter dem “es scheint mir” des Rambam steht seine ganze Torah.

Die zweite Beobachtung von Raw Pam ist die folgende: Wieso zerbrach Mosche die Luchot nun wirklich? Tosafot scheint Recht zu haben. Mosche hätte das Volk wegen dem Goldenen Kalb züchtigen sollen. Er hätte ihnen sagen sollen, wie falsch sie gehandelt hatten und dass sie nochmals von vorne beginnen sollten. Schlussendlich waren sie dieselben, die, wie die Ägypter, einige Wochen früher als Götzendiener bezeichnet worden waren. (“Diese dienen fremden Gottheiten und jene dienen fremden
Gottheiten.”) Mosche hätte ein wenig mehr Geduld mit ihnen haben sollen und von ihnen nicht mehr erwarten sollen. Er hätte ihnen die Torah geben und darauf
setzen sollen, dass sie sich bessern.

Was war Mosches Denkweise? Raw Pam bringt einen erstaunlichen Gedanken. Einige Wochen vorher waren sie noch in Ägypten, dienten Götzen und wussten, dass dies falsch war. Hier aber machten sie sich einen Götzen und riefen: “Dies ist dein Gott, o Israel, der dich aus dem Lande Ägypten geführt hat” [Schemot 32:4]. Wenn jemand das Judentum nimmt und versucht, es mit Awoda Sara (Götzendienst) zu versetzen und sagt: “Das ist Judentum”, so ist dies nicht einfach ein Rückfall. Dies ist eine bewusste Verdrehung des Judentums. Einen Götzen “G“tt” zu nennen ist unverzeihlich. Ein solcher Mensch oder eine solche Nation ist hoffnungslos verloren.

Dies war das Da’at Torah von Mosche gegen den ganzen Rest von Klal Israel (Volk Israel) und deshalb dankte ihm G’tt für das Zerbrechen der Luchot mit einem “Jejascher Kochacha” (“Dank sei dir, gelobt deine Kraft!”) [Raschi – Dewarim 34:12].

Quellen und Persönlichkeiten:

  • Midrasch: Erklärungen zur Tora, sehr oft mit Gleichnissen.
  • Raschi (1040-1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]; Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); „Vater aller Torahkommentare“.
  • Ba’alej Tosafot („Tossafisten“): Talmuderklärer des 12. und 13. Jahrhunderts.
  • Rambam (1135 – 1204): Maimonides, Rabbi Mosche ben Maimon; Spanien, Ägypten.
  • Rabbi Schlomo Heiman (1893 – 1944): Rosch Jeschiwa; Brooklyn, New York.
  • Rabbi Awraham Pam (verstorben 2001): Führender Gelehrter; Rosch Jeschiwa; Brooklyn, New York.

 

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